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Titel
Aus dem Amerikanischen von Norbert Juraschitz und Antoinette Gittinger Dieser Titel ist nicht mehr lieferbar. 536 Seiten, geb. Erschienen April 2005
»Die verwundete Stadt - Begegnungen in Bagdad«
Jon Lee Anderson Jon Lee Andersons Kolumne »Letter from Baghdad«, die im New Yorker erscheint, gehört zum Besten, was bislang über den Irak geschrieben wurde. Nun hat er seine Erfahrungen in einem Buch zusammengefasst. "Die verwundete Stadt" schildert die jüngere Geschichte Bagdads - von den letzten und surreal anmutenden Tagen des Saddam-Regimes über die verheerenden Bombenangriffe bis zum Widerstand gegen die Besetzer. Weil Anderson nicht die üblichen Reporterwege geht, entsteht ein vielschichtiges Panorama des vom Konflikt gezeichneten Zweistromlands. Typisch, dass er am Vorabend des Kriegs ein Hauskonzert besucht. Oder dass er sich einer Rückenbehandlung unterzieht, um mit den Ärzten zu politisieren. Anderson trifft Saddams Lieblingschirurgen, Fanatiker, Friseure, Angehörige von Bombenopfern. Frühzeitig tritt dabei zutage, was inzwischen zur Gewissheit geworden ist: dass sich der Irak nicht durch eine neokoloniale Besatzungsmacht kontrollieren lässt. Andersons Beobachtungen sind präzise, sein Stil ist bildreich, so dass der Leser glaubt, selbst dabei zu sein: die Sandstürme, die letzten Friedenstage, das folgende Chaos, und mittendrin der Tigris, der im Bombenhagel »so ruhig dahinfließt wie Olivenöl«.
"Die verwundete Stadt" ist literarischer Journalismus und Kriegsreportage zugleich. "'Die verwundete Stadt' ist ein wichtiges Buch für alle, die sich nicht auf oberflächliche tägliche Nachrichten und Informationen irgendwelcher selbsternannten Chefideologen verlassen wollen, denn Jon Lee Anderson tritt mit Mut zur Differenziertheit allen einseitigen Berichten und tendenziösen Reportagen entgegen." Plebs Netzmagazin "Andersons Buch ersetzt dem Leser beinahe die Reise in dieses Land." Stuttgarter Zeitung » Leseprobe |
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