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Titel
Beyala-u1
Aus dem Französischen von Lis Künzli Dieser Titel ist nicht mehr lieferbar.
212 Seiten, geb.
Euro 7,90
ISBN 978-3-8077-0061-8
Erschienen August 2004
»Wilde Liebschaften«
  Calixthe Beyala

Calixthe Beyala lebt in Paris, sie ist die wohl bedeutendste schwarze Schriftstellerin in Europa, "in Frankreich und Afrika gilt sie als Superstar der Literatur" (FAZ). Sie, 1961 in Kamerun geboren, hat inzwischen zehn Romane veröffentlicht (in 18 Sprachen übersetzt), wurde u.a. mit dem "Großen Romanpreis" der Académie Française geehrt und darf "inzwischen sogar das Wort Sex' benutzen, ohne von ihren kameruner Landsleuten Tomaten an den Kopf zu bekommen" (FAZ). Und das nutzt sie in ihrem frechen, freizügigen Roman über eine multikulturelle Gemeinschaft verschwenderisch aus.

In "Wilde Liebschaften" ("berührend, aufwühlend, alles andere als politisch korrekt", Albin Michel) erzählt Beyala von der Prostituierten Eve-Marie ("Mademoiselle Bonne Surprise"), schwarz wie Ebenholz. Sie lebt zwischen Krokodilsuppe schlürfenden Afrikanern, radikalen Gemüsehändlern, Ärzten mit Namen "Sans Souci", Optimisten ("In meiner Familie gibt es keine Neger") und geschäftstüchtigen Chinesen in Belleville, dem buntgemischten Kreuzberg von Paris. Und sie ist immer auf der Suche nach einem Freier, "um ihre sublimen Arschbacken zu moderaten Preisen zu verkaufen" (so der französische Originalverlag).

Eve-Marie trifft auf den Möchtegern-Schriftsteller Pléthore: weiß wie Schnee, unverheiratet. Als er ihr einen Heiratsantrag macht, zögert sie keine Sekunde: Sie wird die legale Gattin eines "echten" Franzosen! Der Erfüllung ihres ehelichen Glücks stehen aber schon kurz nach dem Honeymoon die weißen Schenkel einer anderen im Weg, zwischen denen sie ihren Mann erwischt. Sie wirft ihn raus, besorgt sich einen Untermieter. Als dessen Liebesspiele mit der Nachbarin nicht ohne Folgen bleiben, hat Eve-Marie eine Idee ...

Dieser Roman "bringt uns abwechselnd zum Lachen und zum Weinen - das ist ergreifend wie das Leben", verkündet Voix du Nord. "Engagiert, ungeschminkt, provokativ, poetisch, stark" (Graswurzel). "Unmoralisch?", überlegt L'Express: "Kein bisschen! Amoralisch? Vielleicht. Fesselnd? Auf jeden Fall! Ein wahres Lesevergnügen." "Eine Hymne an die Leidenschaft, eine schöne Geschichte ..." L'Alsace.

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