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Titel
Bergmcov
Herausgegeben von Renate Bleibtreu. Dieser Titel ist nicht mehr lieferbar.
896 Seiten, 20 Abb., geb.
Erschienen April 2002
»Im Bleistift-Ton - Ein Werk-Porträt«
  Ingmar Bergman

Ingmar Bergman wurde 1918 geboren, fast gleichzeitig mit der schwedischen Filmindustrie. Seine ersten Filme drehte er 1946 und von da an 49 weitere, von denen einige zu den absoluten Meisterwerken der Filmgeschichte zählen: »Abend der Gaukler« (1953), »Das siebente Siegel« (1957), »Wilde Erdbeeren« (1957) und »Persona« (1966). Für Woody Allen ist er der »vermutlich größte Filmkünstler seit Erfindung der Filmkamera«. François Truffaut stellte fest: »Er hat Filme geschrieben wie ein Romanautor ein Buch schreibt. Anstelle der Feder benutzt er die Kamera.« Bergman schreibt nicht einfach Drehbücher, er erzählt die geplanten Filme in der jeweils passenden Form: als Monolog, im Tagebuch, als Brief.
Renate Bleibtreu ist für ihre Sammlung diesen Texten gefolgt. Die Chronologie seiner Filme wie der Texte spiegelt die Auseinandersetzung mit den zentralen Themen Ingmar Bergmans: Eros und Ehe, die drängende Frage nach der Existenz Gottes, die Suche nach einem Vokabular für den Ausdruck der Seele. Und hinter all dem immer wieder die Frage nach dem Standpunkt des Künstlers in der bürgerlichen Welt.
Für dieses Werk-Porträt hat Ingmar Bergman zum ersten Mal sein Archiv geöffnet. Die zum Teil noch nicht einmal in Schweden veröffentlichten Texte reichen von ersten Versuchen des Gymnasiasten bis zu späten Erzählungen wie »Treulose«, von Liv Ullmann verfilmt. Ein Bergman voller Ironie und Komik wird präsentiert. Die Auswahl macht das faszinierende Wechselspiel von Text und Film deutlich, wie beispielsweise im bislang unveröffentlichten Stück »Tafelbild«, die Vorlage für »Das siebente Siegel«. Die meisten der Texte erscheinen erstmals auf deutsch. Den Rahmen des Bandes bilden Notizen und Zeitungsberichte aus der Pionierzeit des Kinos. Kein Kinobuch, sondern ein Buch-Kino - ganz im Sinne Ingmar Bergmans.


"Wie einen großen Koffer sollte man auch das neue Bergman-Buch am besten nehmen, und die ganz unterschiedlichen Texte, die darin gesammelt sind aus fünf Jahrzehnten, lesen wie Reiseerzählungen."
Süddeutsche Zeitung

"Wenn es noch eines Belegs bedurfte, daß Ingmar Bergman auch ein genuiner Autor ist, so ist dieser Beweis spätestens jetzt, mit diesem neuen Band erbracht."
Literaturen, 'Bücher des Monats'

"Bergmans Art zu erzählen, der Reichtum seiner Persönlichkeit, vor allem aber die Eigenart, sich selbst auszudrücken, ist meiner Meinung nach genau das, was unabdingbar ist für den Entertainer, als einer Mischung nämlich aus Zauberkünstler und Taschenspieler, aus Prophet und Clown, Krawattenverkäufer und Prediger. Ja, das alles zusammen ergibt den wahren Unterhaltungskünstler."
Federico Fellini

"Ich glaube, ich benutze meistens meine Phantasie und weiß nicht, ob sie im Kopf sitzt. Tut sie das nicht, dann bin ich der Mann ohne Kopf."
Ingmar Bergman

"Eine großartige Dokumentation."
Cinema

"Ein erstaunliches Buch."
NDR Radio 3

"Eine Fundgrube bisher unveröffentlichter Manuskripte, von ersten literarischen Versuchen des Gymnasiasten zu Farcen, biografischen Skizzen,
Märchenstücken und Drehbuchentwürfen."
Welt am Sonntag

"Ingmar Bergman, das zeigt dieser Band einmal mehr, war und ist eine
singuläre Jahrhundertgestalt."
Deutsche Welle

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