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Titel
Aus dem Französischen von Michael Hein 240 Seiten, 30 Abb., geb. Euro 4,90 ISBN 978-3-8077-0001-4 Erschienen June 2004
» Van Gogh: Original oder Fälschung? - Der Streit um die Sammlung Marijnissen«
Benoit Landais Als Vincent van Gogh 1885 Holland den Rücken kehrt, um sein Glück als Künstler in Paris zu suchen, läßt er in einem Schuppen neben dem Elternhaus sein Atelier mit hunderten früher Werke zurück. Achtlos in Kisten geworfen, wandern die Bilder bei einem Umzugsunternehmer auf den Speicher, von da zum Trödler, wechseln für einen Schleuderpreis den Besitzer – und verschwinden spurlos. Erst Jahrzehnte später taucht der Inhalt der Kisten in Breda wieder auf, wird von einem Finanzbeamten erworben, während des Krieges vor den deutschen Besatzern verborgen gehalten und schließlich 1947 den Kunstexperten in Amsterdam zur Begutachtung vorgelegt.
Bald zeigt sich, dass die mysteriöse Herkunft der ‚verlorenen Van Goghs‘ nur Vorspiel war: Der Streit der Experten um die Echtheit der Sammlung Marijnissen ist an Intrigen, Finten, gekränkten Eitelkeiten und beinahe paranoider Furcht vor Fälschungen so reich wie kaum eine Episode aus der Geschichte des modernen Kunstbetriebs. Erst die wahrhaft kriminalistischen Recherchen zur Vorbereitung einer Ausstellung im Stedelijk Museum von Breda Ende 2003 fördern die Fakten ans Licht und erlauben erstmals einen unvoreingenommenen Blick auf die umstrittenen Bilder. Benoit Landais, seit einem Jahrzehnt auf Van Gogh-Fälschungen spezialisierter Kunstexperte, nimmt sich dieses rätselhaften Kapitels in der Werk- und Wirkungsgeschichte des großen Meisters anhand der neuen Funde der Bredaer Forscher an. Mit untrüglichem Gespür für Dramatik und langjähriger Erfahrung mit dem zeitgenössischen Kunstbetrieb weiß Landais über die Widerstände und Schwierigkeiten zu erzählen, Licht in die dunklen Anfangsjahre des Künstlers Vincent van Goghs zu bringen. » Leseprobe |
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