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Titel
Trikolore
Aus dem Englischen von Bernd Rullkötter Dieser Titel ist nicht mehr lieferbar.
398 Seiten, 22 Abb., geb.
Euro 8,90
ISBN 978-3-8077-0147-9
Erschienen April 2004
»Trikolore über der Sahara - Der Traum vom Wüstenreich«
  Fergus Fleming

Die Sahara ist die größte Wüste der Erde, bis heute geheimnisvoll, bis vor gut 100 Jahren beinahe restlos unerforscht, aufgeteilt zwischen der kolonialen Großmannssucht der Italiener, Engländer und Franzosen. Gelegen zwischen Marrakesch und Khartoum verbergen sich inmitten wandernder Sanddünen paradiesische Oasen und unermesslicher Reichtum, ein Leben in Überfluss, goldene Städte, Wüstensand voller Smaragde. Davon zumindest berichteten Reisende, die den angeblichen Trip durch den feindseligen Sand unter der sengenden Sonne und die Übergriffe der kriegerischen Tuaregs und anderer Nomaden überlebt hatten, davon träumten tollkühne Forscher, eifrige Missionare, gelangweilte Offiziere, militärische Karrieristen, größenwahnsinnige Staatsmänner, darauf hofften vagabundierende Glücksritter.

Und die Pläne schossen in den Himmel: eine Transsaharabahn sollte die Wüste durchqueren (um die Schätze nach Europa zu bringen), Flüsse wie der Niger sollten umgeleitet werden, um sie zu bewässern, ein Deutscher wollte gleich das ganze Mittelmeer trockenlegen, um die Wüste in ein blühendes Binnenmeer zu verwandeln. Und die Franzosen wollten mit der Sahara ihr Weltreich vervollständigen, vom Mittelmeer bis zur Elfenbeinküste.

Sie alle fielen in die Sahara ein. Unter ihnen die Abenteurer Vicomte Charles de Foucauld und Henri Laperrine. Lebemann und Frauenheld der eine (zog mit Gänseleberpastete und silbernen Löffeln in die Wüste ein), französischer Soldat und bereit, fürs Vaterland zu sterben der andere (baute ein Rennkamelreiterkorps auf, um Nomaden in ihren entlegensten Schlupfwinkeln aufzuspüren). Anhand ihrer turbulenten Lebensgeschichte erzählt Fleming die Geschichte der Eroberung der Sahara, beschwört er "meisterlich das Ausmaß, die Größe und die Sinnlosigkeit des Unterfangens, einen rauen und zeitlosen Kontinent wie die Sahara bezwingen zu wollen" (Times).

"Eine fesselnde Saga. Fleming hat gründlich recherchiert und beweist ein feines Gespür für eine gute Anekdote" (Literary Review), "ein überaus anregendes Lesevergnügen voll verrückter Pläne" (Daily Telegraph), "wirklich brillant" (Scotsman). "Es macht einfach Spaß, dieses Buch zu lesen" (Good Book Guide) und es "raubt einem den Atem" (Scotland on Sunday). "Absolut unwiderstehlich", erklärt der Rezensent vom Guardian, "am Ende hatte ich einen Kloß im Hals, und lange noch klangen mir Laperrines letzte Worte im Ohr: Die Menschen glauben, die Wüste zu kennen ... In Wirklichkeit kennt niemand sie'."

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