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Titel
Bonilla2
Aus dem Spanischen von Silke Kleemann
292 Seiten, geb.
Euro 5,90
ISBN 978-3-8077-0146-2
Erschienen April 2004
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»Der nubische Prinz«
  Juan Bonilla

"Ein wunderbar schnelles Buch." Style

"Mein Job war es, Leben zu retten. Und je mehr Leben ich rettete, desto reicher wurde ich." Moisés Froissard Calderón (Mitte 20) ist Kopfgeldjäger, immer auf der Jagd nach den schönsten Geschöpfen in den heruntergekommensten, ärmsten Regionen der Welt ("wo das Leben Kleinodien versteckt hält"): nach Gesichtern, Titten, Ärschen. Nach Körpern, die zum Model, zur Luxusnutte, zum Callgirl, zur Stripperin, zur Sexmaschine taugen. Akribisch genau fotografiert er die "Auserwählten" für seine schamlose Auftraggeberin und Club-Besitzerin La Doctora ("Ich bin stereosexuell: das Einzige, was ich will, ist, dass man mich zum Schreien bringt"), die immer mehr und immer schneller billigen Nachschub für sich und ihre potenten Geldgeber/innen ("und deren geheime Sehnsüchte") fordert.

"Zu den begehrtesten Models gehörten jene, die einer Berühmtheit glichen ... Wir hatten Klone von Models wie Tyson Beckford oder Naomi Campbell, von Tennisspielerinnen wie Anna Kournikowa, von Schauspielerinnen und Schauspielern, einen Brad Pitt, eine delikate Audrey Hepburn, eine temperamentvolle Demi Moore ... " Als er an Boo ("Sein ganzes Gesicht schrie nach wildem Sex") und seine Freundin Irene gerät, drehen sie den Spieß um ("Bist du böse auf mich, weil ich deine Kamera geklaut habe?", Irene): aus dem Jäger wird der Gejagte ...

Die spanische Presse war begeistert, feierte den Roman als "cool, von schneidender Brillanz" (El Cultural), "lebendig, gnadenlos" (Qué leer), "frech, zynisch, intelligent" (Blanco y Negro Cultural). Sein junger Autor Juan Bonilla wurde mit "Stephen King" verglichen (La Razón), zu einem der zehn vielversprechendsten jungen spanischen Autoren ernannt (El Mundo) und mit dem renommierten Premio Biblioteca Breve ausgezeichnet, der vor ihm u.a. Carlos Fuentes, Vargas Llosa, Luis Goytisolo, Jorge Volpi verliehen wurde. Die Jury begründete ihre Entscheidung u.a. so:

"Brillant von der Ausgangsidee bis zur Auflösung ... schwindelerregend ... mutig und konsequent ... bewegend ... hart, bissig, ungeheuer treffsicher. Ein Roman von beunruhigender Aktualität." "Taufrisch" (Übersetzerin Silke Kleemann). "Muss man lesen." El Cultural

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