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Titel
Baeume-u1
334 Seiten, 14 Abb., geb.
Euro 15,90
ISBN 978-3-8077-0131-8
Erschienen February 2004
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»Bäume - Streifzüge durch eine andere Welt«
  Helmut Schreier

Bäume sind geniale Überlebenskünstler und statische Wunderwerke, Bäume gehören zu den ältesten und größten Lebewesen der Erde. Bäume sind geheimnisvoll und erhaben. Bäume stehen im Weg, Bäume sind Rohstoff. In der antiken Welt hatte jeder Baum seinen ganz speziellen Schutzgeist. Bevor man einen Baum fällen durfte, musste man die Götter besänftigen.

Das ist passé. Längst sind Bäume für uns als Ware tot mehr wert als lebendig.

"Es kommt darauf an, etwas verloren Gegangenes zurückzugewinnen", fordert der renommierte Hamburger Umweltpädagoge und Erziehungsphilosoph Helmut Schreier. Er unternimmt in seinem kenntnisreichen und anregenden Buch unterhaltsame "Streifzüge durch eine unbekannte Welt".

Schreiers Erzählungen berichten über Bäume wie den Ginkgo, der den Atombombenabwurf auf Hiroshima überlebt hat, von dem Wurzelwerk der Espen in den Rocky Mountains, das seit einigen hunderttausend Jahren unter der Erde durch das Land wandert, dem Niim-Baum, der als Apothekenbaum verehrt wird, dem ältesten Baum der Welt (in Tule), der seine einstige Landschaft überlebt hat.

Er erzählt von den kaum zählbaren unterschiedlichsten Blattformen an einem einzigen Baum, von der alten Eiche im Park, dem Kirschbaum in unserem Obstgarten, von der dem Haselholz unterstellten Zauberwirkung, dem deutschen Wald als Projektionsfläche nationaler Identität, erzählt von den Baumbesetzern in Oregon, von Walter Benjamin, der die Stimme eines Baumes auf Ibiza vernahm, von Jorge Semprún, den die Liebe zu einer Buche im KZ fast das Leben gekostet hätte.

Von alten Griechen, Goethe und Lars Gustafsson, Oliver Sacks, Robert Musil und Alexander von Humboldt, Yeats, Thoreau, Canetti, Leonardo da Vinci, Martin Buber, Albert Schweitzer u.a.

"Je mehr Bäume man kennt und auf Helmut Schreiers Weise betrachtet, desto besser hat man verstanden, dass es viele Formen der emotionalenlen Bindungen an Bäume geben kann. Man sieht Bäume nach der Lektüre anders, differenzierter; man bekommt Lust, sich mehr mit ihnen zu befassen, draußen in der Natur und beim Lesen" (Hansjörg Küster, Süddeutsche Zeitung).

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