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Titel
Zweitausendeins_dodge-jim_fup
Aus dem Amerikanischen von Harry Rowohlt
128 Seiten, 54 Abb., geb.
Euro 12,90
ISBN 978-3-86150-932-5
Erschienen January 2011
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»Fup«
  Jim Dodge

Ein kleines "Buch, das Sie aus den Socken hauen wird". Von Jim Dodge.

Ein unbekannter Autor namens Jim Dodge schrieb 1983 einen Mini-Roman, dessen 3-Buchstaben-Titel "Fup" an Knappheit seinem anorektischen Umfang (134 Seiten) in nichts nachstand. Fup selbst dagegen ist eine massive, 20 Pfund schwere Ente, die mit zwei Männern zusammenlebt: Granddaddy Jake, 99 Jahre und Tiny, sein Enkel.

Wie üblich verteilte Jim Dodge die Geschichte unter seinen Freunden. Einer von ihnen: Gary Snyder, Pulitzerpreisträger, mit dem Riecher für literarische Perlen, witterte ein Phänomen.

Dodge hielt dagegen, und hatte nichts besseres zu tun, als mit Snyder (der das Buch inzwischen an einen Verlag weitergeleitet hatte) zu wetten, dass sich das Büchlein keine 5.000 mal verkaufen würde.

Nach wenigen Tagen waren die ersten 2.000 Stück weg. Die nächsten 4.000 verkauften sich noch schneller. Die dritte Auflage brauchte dann schon 8.000 Exemplare. Es half nichts: auch die war sofort wieder ausverkauft. In der New York Times Book Review erschien ein Artikel mit dem Titel "Das Fup Phänomen".

Und Simon & Schuster schrieben sofort einen Scheck aus über 100.000 $ als Anzahlung, die sich der City Miner Verlag und Autor Dodge (der in einer Behausung ohne Strom wohnte und nach seinem eigenen Bekunden im Jahr davor 17,38 $ verdiente) teilten.

Und dann verbreitete sich "Fup" in Lichtgeschwindigkeit über den Erdball. Inzwischen ist das Buch in 14 Sprachen übersetzt worden (weitere sind in Arbeit), eine Film-Option ist auch schon verkauft. Der San Francisco Chronicle ist sichtlich stolz auf das Phänomen aus dem nordkalifornischen Hinterwald:

"Ein Buch, das Sie aus den Socken hauen wird. Fup' ruft all die abgenutzten Klischees eines begierigen Kritikers hervor: Es ist ein Juwel, ein Edelstein, ein Diamant in der Jauchegrube des Lebens."

Heute steht Dodge längst neben den Ikonen der Schreibkunst. Der Londoner Independent meldet: "Der Autor wird bereits als neuer Mark Twain gefeiert." Und Newsweek schreibt. "Seit den Tagen von Tom Swift haben keine Figuren mehr so gekläfft, gemurmelt, gegrinst, gegrunzt, genickt, gestrahlt anstatt einfach zu sprechen." Und um ganz sicher zu gehen, dass es jeder versteht, ernennt Newsweek das Buch zum "Kultbuch des Jahres."

Manche Verleger freuten sich beim Anlesen des Buches schon über einen Verkauf in Harry Potter-Dimension. Kevin Williamson, der das Buch in seinem radikalen Rebel Inc. Verlag nach England brachte, warnt: "90% des Buches könnten eine Kinderfabel sein. Aber es sind die restlichen 10%, die es so interessant machen."

Granddaddy Jake spricht in lockeren, nicht immer ganz jugendfreien Vokabeln. Und gelegentliche Erwähnungen von Masturbation, oralem Sex und unkonventionellen Stellungen entfernen das Buch endgültig aus dem Jugendbuch-Regal, witzige Ente hin oder her.

"Fup' ist unwiderstehlich", meldet Der Spiegel.

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