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Titel
»Schattauers Tochter«
Arno Orzessek ************************************************ Ausgezeichnet mit dem Uwe-Johnson-Förderpreis 2005! ************************************************ Ist wirklich vergangen, was im Kalender zurückliegt? 1937, Kleinbärengrund in Masuren. Marie Schattauer, Tochter pietistischer Bauern, lernt unter heiklen Umständen zwei Reisende kennen. Sie verliebt sich in Hermann und geht mit ihm in den Westen. Ihre Liebe steht noch am Anfang, als Hermann in den Krieg zieht ... 1982, Osnabrück. Der charismatische Gustav Eckstein eröffnet seinen Schülern eine neue Welt. Dank seiner Zungenfertigkeit lässt er sozialen Aufstieg, Geld und Sex greifbar nah erscheinen. Dabei ist der Rhetoriklehrer keineswegs selbstlos und reißt seinen Lieblingsschüler Eduard in einen Strudel von Eifersucht und Gewalt. Arno Orzessek erzählt seine sechs Jahrzehnte umspannende Geschichte von zwei entfernten Polen aus. Maries Bruch mit Eltern, Glauben und masurischer Heimat wird von den unheilbaren Verwüstungen des Krieges überlagert. Ein halbes Jahrhundert später sieht eine Gruppe von westdeutschen Schülern einer verheißungsvollen Zukunft entgegen. Kunstvoll enthüllt der Roman, wie eng beide Welten verbunden sind, und entwirft dabei mit leichter Hand ein Zeitbild - das Porträt einer Epoche, die bis heute andauert. Mit "Schattauers Tochter" ist Orzessek ein Erstling gelungen, der epische Breite, exakte Beobachtung und kraftvollen Stil verbindet. "'Schattauers Tochter' ist ein starkes Debüt. Vor allem findet sich ein ganz eigener Ton in diesem Buch, eine seltene Sprachkraft, eine kluge Ironie, unsentimental und wagemutig." NDR "Orzessek fährt Geschichte und Geschichten mit Freude an der Detonation auf ... ein Ausnahmefall unter den jüngeren deutschen Schreibern." Kölner Stadtabzeiger "Ein großes Buch." Die Zeit "Zwischen zwei Polen hat Arno Orzessek sein großartiges Romandebüt angesiedelt. Er erzählt darin von der Liebe und von Deutschland, von starken Frauen und vom Krieg, von Freundschaft und dem himmelhoch jauchzend verzweifelten Gefühl erwachsen zu werden. Ein Buch, über dem man alle Zeit vergisst." Brigitte "Als Erzähler zieht Orzessek alle Register. Selten hat man bei einem Debütanten so plastische Charaktere vor so gut recherchierten Hintergründen verfolgen können ... Und so ist ihm mit 'Schattauers Tochter' ein wunderbar kraftvoller Roman über die Folgen des dritten Reiches für die Lebenswirklichkeit dreier Generationen des in die Gegenwart verlängerten 20. Jahrhunderts gelungen." Deutschlandfunk "Arno Orzessek fängt mit großer Lust Geschichten ein." Handelsblatt "Dieser Roman spiegelt 60 Jahre deutscher Geschichte. Und er handelt - Ironie der Geschichte - von einer im doppelten Sinne verlorenen Generation Golf: So wie Eudart Manthey sich erfolglos an der intellektuellen Brillanz und erotischen Attraktion des Lehrers Eckstein abarbeitet, scheitern schon an der Omnipräsenz des Kanzlers Helmut Kohl alle Ausbruchsversuche dieser Jahre" Neue Osnabrücker Zeitung "Man liest Arno Orzesseks Debüt "Schattauers Tochter" gespannt bis zur letzten Seite. ... Er legt einen Schicksalsteppich hin, der sich mitsamt seinen Webfehlern von der glatten Auslegeware geläufiger Debütantenprosa charaktervoll unterscheidet." Frankfurter Allgemeine Zeitung » Leseprobe |
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