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Titel
Dietotaleerinnerung
Bildband Dieser Titel ist nicht mehr lieferbar.
132 Seiten, 100 Farbabb., geb.
Euro 24,90
ISBN 978-3-8077-1020-5
Erschienen August 2006
»Die Totale Erinnerung - Kim Jong Ils Nordkorea«
  Christian Kracht, Eva Munz, Lukas Nikol

Die paar tausend Touristen und die wenigen Journalisten, die jährlich in die nordkoreanische Hauptstadt Pjöngjang kommen, werden von Aufsehern begleitet und bekommen nur das zu sehen, was das Regime für sehenswert hält. Manche Orte werden für den Blick eigens eingerichtet: Mit Schauspielern, die Fußgänger darstellen, ohne welche zu sein, mit Konsumgütern, die dargeboten werden, aber nicht verfügbar sind, mit Statisten, die das Volk repräsentieren. Kim Jong Ils Volksrepublik ist - für den Außenstehenden - eine gigantische Installation, eine Simulation, ein Theaterstück.
Eva Munz, Christian Kracht und Lukas Nikol sind nach Nordkorea gereist, um Bilder von einem Land zu machen, von dem es keine Bilder gibt. Was sie in diesem Bildband zeigen, ist ein Blickfenster in die gigantische 3-D-Inszenierung von Kim Jong Il, in der sie selbst Statisten geworden sind und sein Drehbuch weitergeschrieben haben. Denn den Blick von außen kann es in dieser totalen Installation nicht geben.
So haben die Autoren das einzig Mögliche gemacht: Sie kommentieren ihre Fotos mit Zitaten aus dem Regelwerk Über die Filmkunst - eines der Bücher, das der Diktator, der nicht nur Weinflaschen und Mazda RX-7-Sportautos sammelt, sondern auch über eine riesige Filmothek verfügt, zu didaktischen Zwecken verfasst hat.

"Die totale Erinnerung zeigt Oberflächen, die so fragil und künstlich wirken, dass Tristesse und Elend des Landes umso sichtbarer werden."
Facts

"Wenn es dieses Land überhaupt gibt - was man, einmal dort gewesen, offenbar schnell bereit ist anzuzweifeln - dann ist es in Wirklichkeit gewiss anders als alles, was wir bis dahin davon gesehen haben. Die totale Erinnerung gibt in aller Zurückhaltung eine verstörende, faszinierende Ahnung davon wieder."
Monopol

"Die Autoren präsentieren eine faszinierende und gleichermaßen beklemmende Sicht auf die Selbstinszenierung eines kommunistischen Regimes."
NZZ am Sonntag

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