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Titel
Dieser Titel ist nicht mehr lieferbar. Erschienen April 1981
»Nach der Trennung von Mr. Mackenzie«
Jean Rhys Dieser Roman erzählt die Geschichte einer Frau im Paris der 20erJahre, die an einem Punkt in ihrem Leben angelangt ist, da sie begreift, daß keine Wunder mehr geschehen können.
Julia Martin ist Mitte Dreißig, als ihr Liebhaber sie fallenläßt. Nun wartet sie in ihrem muffigen Hotelzimmer auf den wöchentlichen Scheck von Mr.Mackenzie. Plötzlich ist ihr die schlafwandlerische Sicherheit abhanden gekommen, mit der sie sich bisher treiben ließ. Es ist, als sei sie viele Jahre lang über dünnes Eis gegangen -und nun beginnt das Eis unter ihren Füßen zu knacken. Als Mr. Mackenzie von einem Tag auf den anderen seine Zahlungen einstellt, rafft sich Julia zu einer rebellischen Geste auf - keine Kleinigkeit für eine Frau die zwar überleben, aber nicht zu kämpfen versteht. Eine vage Hoffnung auf Glück führt sie zurück nach London, zurück zu ihrer Familie, aus deren bedrückender Enge und Armut sie einst geflohen war, um jahrelang ein bewegtes Bohémeleben auf dem Kontinent zu führen. Das Wiedersehen ist deprimierend: Norah, die jüngere Schwester, die ihre Jugend geopfert hat, um die kranke Mutter zu pflegen, begegnet Julia mit Argwohn und Neid. Die Mutter dämmert dahin, erkennt die Tochter nicht mehr und stirbt schließlich während Julias Aufenthalt. Demütigende Bittgänge zu einem wohlhabenden Onkel und dem ersten Liebhaber fruchten nicht viel. Da taucht Mr.Horsfield wieder auf, ein junger Mann, den Julia in Paris kennengelernt hat. Er könnte ein Verbündeter werden, denn auch er ist, wie Julia, auf der Suche nach einem Stück Glück, auch er gehört, wie sie zu den Außenseitern, die mit dem Leben nicht fertigwerden. Doch Julia vermag die ausgestreckte Hand nicht zu ergreifen, mißtraut der Chance, die sich ihr, vielleicht böte. Von nun an, so ahnt man, wird es für sie keine Rettung mehr geben. |
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