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Verlag
Der Verlag Rogner & Bernhard wurde 1968 in München von Klaus P. Rogner, Marianne Bernhard und Axel Matthes gegründet. Die drei starteten mit einer Mischung aus Religion und Sex in ihr Verlagsabenteuer: »Die gantze Heilige Schrifft« von Martin Luther und »Meine 365 Liebhaber« von Josefine Mutzenbacher. Das brachte dem Verlag viel Aufmerksamkeit und Geld ein - aber auch viele Prozesse. Sein feines und halbfeines Programm bescherte Rogner & Bernhard bald einen guten Ruf in der deutschen Verlagslandschaft - allerdings keine stabilen Bilanzen. Als 1973 der Konkurs drohte, verhandelten die Eigentümer auch mit Siegfried Unseld von Suhrkamp. Erworben wurde der Verlag noch im gleichen Jahr von dem Verleger Heinrich Ellermann und seiner Tochter Antje.

Klaus Rogner und Marianne Bernhard schieden bald ganz aus dem Verlag aus, 1976 verließ auch Axel Matthes den Verlag und gründete gemeinsam mit dem Hersteller Claus Seitz den Verlag Matthes und Seitz. Bis zum Jahr 2004 führte Antje Landshoff-Ellermann als Haupteigentümerin und Geschäftsführerin den Verlag mit wechselnden Co-Verlegern, unter ihnen auch Nikolaus Hansen, der später als Chef zu Rowohlt ging und den marebuchverlag leitete. Im April 2004 bekam Rogner & Bernhard drei neue Gesellschafter: Die Lektorin Johanna von Rauch und die Journalisten Konstantin Richter und Jakob Augstein übernahmen jeweils dreißig Prozent der Verlagsanteile. Antje Ellermann und Nikolaus Hansen bleiben als Gesellschafter mit zehn Prozent beteiligt.

Über den Wandel der Verleger, der Eigentümer, der Autoren, der Programme und der Zeiten ist sich Rogner & Bernhard erstaunlich treu geblieben: Die Surrealisten André Breton, George Bataille, Paul Éluard oder Antonin Artaud gehörten in den 70er Jahren zu R&B. In den 80ern waren es anglo-amerikanische Autoren wie Woody Allen, Tom Sharpe, T.C. Boyle, Jean Rhys und Douglas Adams. Weitere Angelsachsen kamen in den 90ern: Armistead Maupin, Greil Marcus, Irvine Welsh und Nick Hornby. Ab Mitte der 90er fanden auch junge deutsche Autoren wie Alexa Hennig von Lange, Marie Pohl und Ulf Poschardt oder Sky Nonhoff zu Rogner & Bernhard. Und immer ist es das Besondere, das Überraschende, das Abseitige, das die Bücher von R&B auszeichnet.

Seit 1982 besteht eine exklusive Kooperation mit dem Zweitausendeins-Vertrieb, die es R&B ermöglicht, seine ungewöhnlichen Bücher erfolgreich zu verkaufen.

Publishers Weekly nannte Rogner & Bernhard »teuflisch innovativ«.
R&B selbst nennt sich ab sofort: »Der erstaunliche Verlag«.

Das Berliner Rock- und Poparchiv stellt R&B vor:
http://www.rockarchiv-berlin.de/index.php/component/content/article/38-inside/109-rogner-a-bernhard-ein-verlagsportrait
Mehr Informationen

Kontakt
Verlag Rogner & Bernhard
Inselstraße 12, 10179 Berlin
Fon: ++49 (0)30-2404 7427
Fax: ++49 (0)30-2404 7415
» info@rogner-bernhard.de